Membran
„Membran“ (2024) ist ein Stück für einen Tänzer, Transducers und Objekte. Es ist eine Zusammenarbeit zwischen Bartosz Przybylski, Marijana Janevska und Artefiktion e.V. „Membran“ zeigt eine Grenze auf – und damit auch das Davor und das Dahinter, oder auch das Innen und das Außen. Sie ist starr oder durchlässig, aber sie erzwingt immer eine Reaktion, eine Haltung ihr gegenüber: Sie mahnt zur Vorsicht, fordert zum Mut heraus, zur Überschreitung oder Rückkehr. „Membran“ definiert den Raum – sowohl real als auch virtuell, physisch als auch mental. In immer neuen Grenzen provoziert sie die Suche, das Wagnis, die Sehnsucht.
Die Rauminstallation besteht aus einem durch verschiedene Gegenstände abgegrenzten Raum, wobei an den Gegenständen Transducer (Kontaktlautsprecher) angebracht sind. Der Tänzer hat an seinem Körper 1 Mikrofon, das bei Annäherung an die Transducer bzw. die Gegenstände Rückkopplungen produzieren. Je nach Material des Resonanzkörpers entstehen sehr unterschiedliche und unvorhersehbare Klänge.
Die Bewegungen des Tänzers spielen mit dem Raum wie mit einem Instrument und erkunden die Grenzen des Systems. Es wirkt, als würde man mit etwas kommunizieren, das unsichtbar jenseits der Raumgrenzen liegt. Inspiriert ist das ganze u.a. von dem berühmten Holzstich von Flammarion.
Beteiligte
Marijana Janevska (Elektronik und Konzept)
Adam Chakir (Performance, Tanz)
Bartosz Przybylski (Bewegungskonzept)
Grazyna Przybylska-Angermann (Regie)
Marco Benducci (Bühne und Licht)